Fachbereichsarbeit

Lando Kirchmair hat im Bundesrealgymnasium Imst an einem Anne Frank Projekt teilgenommen und zu seiner Matura 2004 eine Fachbereichsarbeit aus Deutsch zu Anne Frank, ihrem Tagebuch und der Ausstellung verfasst. 

 Schülerstimmen per E-Mail

"Die Führungen sind gut verlaufen, haben uns richtig spaß gemacht! sie sind auch gut angekommen, also das feedback war immer gut, soweit ich weiß...Auch für die Lehrer waren neue Informationen dabei und die Bilder auf den Tafeln sind wirklich eindrucksvoll...
Dass ich diese Ausbildung zum Guide machen konnte, find ich wirklich super, hat mir sehr viel gebracht und ich bin echt froh, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe!! danke an euch alle"
"...Alle Führugnen die wir bis jetzt hatten waren ein großer Erfolg und jeder (wirklich jeder) hat aufmerksam zugehört und wirklich großes Interesse gezeigt. Das verdanken wir aber ausschließlich euren Tipps......also danke noch einmal von uns Villachern und wir sind wirklich erfreut ein Teil dieses Projektes sein zu dürfen."
"Wir hatten ja die Ausstellung schon bei uns und es hat alles bestens funktioniert. Wie ihr gesagt habt waren manche mehr und andere wiederum weniger interessiert.
Das führen hat sehr viel Spaß gemacht und wir wurden auch von unseren Lehrern sehr unterstützt!
Hoffe ihr macht weiterhin solche Projekte!"
"Also, wir haben die Ausstellung zwei Wochen lang bei uns gehabt und meiner Meinung nach hat alles super geklappt, auch unsere Lehrer waren begeistert. Wir haben nicht nur unsere Schule, sondern auch noch zwei Hauptschulen aus unserer Umgebung durch die Ausstellung geführt. Die Schüler waren großteils sehr interessiert und haben super mitgemacht, was ich mir anfangs nicht erwartet habe. Ich finde, dass das eine ganz tolle Erfahrung war und bin sehr froh, dass ich am Workshop teilgenommen habe!
Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht und es ist irgendwie traurig, dass die Zeit so schnell vergangen ist! Viel Spaß wünsche ich auch den anderen, die die Ausstellung später bekommen!"
"Hab mir gedacht ich schreib dir mal wies uns so ergangen ist mit der Ausstellung! Ist zwar jetzt schon wieder länger her, war aber echt eine wahnsinnig tolle Erfahrung! Ich bin richtig froh dass ich das gemacht hab und hab viele Erfahrungen gesammelt und sehr sehr viel dazu gelernt!
Es waren wirklich zwei tolle, aber teilweise auch anstrengende Wochen. Wir haben viel tolles Feedback von Lehrern und auch Schülern bekommen und wie ich denke auch sehr viel Interesse geweckt und viel weitergeben können!
Hab vor der ersten Klasse der wir die Ausstellung gezeigt haben ziemlich Bammel gehabt, aber das hat dann gleich so toll geklappt, dass die zwei Wochen echt schnell vergangen sind und viel Spass gemacht haben! Wir haben ungefähr 30 - 35 gruppen gehabt!"
"wir haben jetzt sicher schon 25 klassen gemeinsam durchgeführt, einige alleine, andere zu zweit oder zu dritt. Bis jetzt hats eigentlich überhaupt keine probleme gegeben, die schüler, die kommen sind entweder so unmotiviert, dass sie überhaupt nicht zuhören, deswegen aber auch leise sind, und dann gibts die tollen klassen, wo jeder einzelne schüler total interessiert ist.
also ich find die ausstellung nach wie vor toll, bin total zufrieden, auch weil man wirklich ohne schummelzettel durch gehen kann und dennoch die wichtigsten dinge nicht vergisst.
ja also von mir und allem amstettner teilnehmerinnen (zumindest die aus meiner klasse) an euch beide noch mal ein herzliches dankeschön, und ja, vielleiht sieht man sich ja bei euch drüben :-)"
..."die ausstellung läuft echt super! wir können uns vor lauter anmeldungen gar nicht mehr retten!
im großen und ganzen sind die gruppen ehrlich interessiert und lassen sich das thema zu herzen gehen. in meinen gruppen war noch nie jemand dabei, der nicht interessiert gewesen wäre."
"Ich möchte mich mit diesem mail, nochmal herzlich für die zwei tollen, informativen und angenehmen Tage mit euch bedanken. Es war echt lustig, und für mich eine sehr tolle Erfahrung. Ich möchte euch ein großes Lob aussprechen, ihr seid echt gute Lehrer, und habt uns in den zwei Tagen wirklich viel gezeigt und beigebracht. Ich bin mir sicher, dass ich mit eurer Hilfe, jetzt eine gute Austellungsbegleiterin in meiner Schule in Lustenau sein werde. Hoffentlich geht es euch gut."
"wir haben alles aufgebaut. ein horror!!! unsere klasse war überhaupt nicht motiviert: "is ja eure ausstellung!" nach ein paar wutausbrüchen von susi is dann was weiter gegangen. der administrator hat unsere burschen dann (ziemlich laustark) aufgefordert, auch mal was zu tun. dann hats geklappt."
"Jeder Ausstellungsbegleiter hat zwischen 7 und 10 Gruppen gehabt. Das waren zwar hauptsächlich Schüler (auch von der HAK sind welche gekommen) aber dennoch kamen auch Privatpersonen und Interessierte die z.B. den Zeitungsbericht gelesen haben oder zuvor die Inserate gesehen haben."
"langsam bekommen wir übung in der sache. Die erst- und zweitklässler sind am aufmerksamsten, wir müssen meistens noch in die pause hineinarbeiten. eine zweite klasse muss in deutsch eine zusammenfassung von der ausstellung schreiben - die bücher werden immer schneller verkauft! das eingenommene geld ruht jetzt in einer absperrbaren kassa. den schlüssel geben wir immer wieder weiter. unser gemeinschaftsraum ist schon perfekt ausgestattet. wir könnten schon ein richtiges buffet eröffnen! vor und nach jeder führung (und in den pausen) treffen wir uns dort und tauschen unsere erfahrungen aus. daher kommen wir manchmal (ein bisschen) zu spät in den unterricht, aber die lehrer sind verständnisvoll."
"Wenn ich jetzt die Frage mit den Lehrern beantworte, muss ich das jetzt ein wenig Abgrenzen denn da haben sich die Meinungen enorm gespalten. Es ist zwar so, dass alle Lehrer die an der Ausstellung teilgenommen haben begeistert waren und wir auch von anderen Lehrern die die Ausstellung nicht besuchen konnten in höchstem Maße gelobt worden sind. Dann gibt es aber auch noch die andere Seite, die zwar auch gefallen an der Ausstellung selbst gefunden haben aber bei denen einfach das Verständnis gefehlt dass wir nicht ihren Unterricht besuchen können, da gerade eine Führung ist. Viele dieser Lehrer fragten mehrmals beim Direktor nach und beschwerten sich bei unserem Klassenvorstand. Dadurch sind leider viele Probleme aufgetreten, was das Fehlen wegen der Ausstellung betrifft. Zum Glück hatten wir aber doch die Mehrheit der Lehrer bei der Notenkonferenz auf unserer Seite und konnten somit der Betragensnote entkommen."
"bei mir wurde mal einer weggeschickt, aber vom lehrer. ich selber hab mich das nicht getraut ? der typ war so alt wie ich! haben euch eigentlich gleichaltrige zugehört? nach meiner erfahrung sieht?s so aus: 1. und 2. klasse: sind schockiert. 3. und 4. klasse: sind desinteressiert. 5. klasse: die parallelklasse lässt sich von mir nix sagen. die mädels hören aber gerne zu. 6. klasse: mit ein wenig übung kriegt man sie zum zuhören. 7. und 8. klasse: am anfang blödeln sie herum, finden es witzig, dass wir noch viel jünger sind. aber wenn man dann einmal mit dem thema begonnen hat, hören sie interessiert zu. meistens haben sie keine ahnung (!!!) von anne frank (jedenfalls die burschen) und sind recht interessiert. man sollte mit ihnen eher anne frank durchnehmen und nicht so viel den krieg. außerdem sollte man am ende mit ihnen diskutieren und die ausstellung schneller durchziehen!"
"Dann gab es noch ein Projekt "Unkraut vergeht nicht" bei dem mithilfe von Literatur und einer langjährig Tätigen Streetworkerin aus Schärding (hat beste Kontakte zu Jugendlichen mit Problemen) das Wesen von neonazischen Tätigkeiten erarbeitet wurde. Dabei wurde genauestens festgehalten wie und wodurch sich die Subkultur der Skinheads gebildet hat und was maßgeblich an ihrer rechten Einstellung schuld war. Viel wichtiger war meiner Meinung nach aber der Punkt wie man mit Rechten bzw. (Neo)Nazis umgehen soll, bzw. wie man nicht mit ihnen umgehen soll. Der Punkt war mir zwar nicht wirklich neu, da ich selbst schon öfters Probleme mit Nazis hatte (meistens auf "Festln"), aber dennoch hatten viele keine Ahnung wie man gefährliche Rechte erkennt und was man tun soll damit man keine Schwierigkeiten mit ihnen bekommt."
"Im Rückblick auf das Projekt können wir Schülerinnen des GS-WPG sagen, dass wir sehr stolz und glücklich darüber sind, dass wir uns vor drei Monaten dazu entschieden haben, uns an dieser Aktion zu beteiligen. Trotz der vielen Arbeit sind wir froh, dass wir die Möglichkeit hatten, der Öffentlichkeit und den Schülern etwas Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung zu vermitteln. Auch wir selbst haben ohne es zu bemerken, viel Neues dazugelernt. Außerdem haben wir nützliche Erfahrungen gesammelt, wie man Besucher durch eine Ausstellung führt und einen Workshop leitet. Erst im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass wir sicherer in unserem Auftreten geworden sind und dass uns das freie Reden jetzt weniger Probleme macht. Uns wurde in diesen zwei Wochen auch sehr deutlich bewusst, wie wichtig Begriffe wie Toleranz und gegenseitiger Respekt sind. Zusätzlich waren wir positiv überrascht von den Reaktionen unserer Umwelt. Wir haben viel Zuspruch und auch tatkräftige Unterstützung bekommen. Dazu möchten wir noch anmerken, dass wir sehr gut mit unseren Professoren zusammenarbeiten konnten. Abschließend können wir mit Sicherheit behaupten, dass wir uns jeder Zeit wieder mit Begeisterung an einem derartigen Projekt beteiligen würden."
"...auch wenn das Projekt viel Zeit und Mühe gekostet hat, bereut es niemand, daran teilgenommen zu haben. Es war eine einmalige und wertvolle Erfahrung für uns."
"ICH WILL DIE AUSSTELLUNG ZURÜÜÜÜÜÜÜCK!!!!!"

 Gedichte

Viele Schülerinnen und Schüler, die früher an Projekten mitgearbeitet haben, schreiben uns nachher über ihre Erfahrungen und Gedanken. Manche von ihnen verfassen auch Gedichte. 

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